AKTUELLE PROJEKTE

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Gesundheitsvorsorge-Aktivitäten am Gymnasium St. Johann/Tirol

Carl Hochstöger Gedächtnisstiftung unterstützt Vorsorgeprojekt an Tiroler Mittelschule

Sie haben sich schon lange mit dem Gedanken getragen in ihren Unterrichtsstunden deutlich verstärkt auch Gesundheitsvorsorge-Themen zu behandeln: die Rede ist von Mag. Irmi Gundolf und Mag. Rudolf Gundolf, Professoren am Gymnasium St. Johann in Tirol. Und seit Beginn dieses Schuljahres ist nicht nur diese Idee erfolgreich realisiert, sondern durch das Engagement der Schüler der 6. und 7. Klassen hat sich daraus ein Projekt entwickelt, das längst auch eine schulpolitische Dimension erreicht hat. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Carl Hochstöger Gedächtnisstiftung für Gesundheitsvorsorge darauf aufmerksam wurde und die Patronanz übernommen hat. Mag. Martin Hochstöger, Vorstands-Vorsitzender der Stiftung, im PT-Gespräch: "Wir haben im vergangenen Oktober durch Zufall von dem Schulprojekt erfahren. Es lag für uns nahe, das Projekt materiell und ideell zu unterstützen, weil Investitionen in Gesundheitsvorsorge wohl in einer diesbezüglichen schulischen Ausbildung von jungen Menschen am effektivsten sind. Wir haben von Anfang an die Initiative des BG St. Johann als landesweite Pilotprojekt angesehen mit dem Ziel, das Unterrichtsfach Gesundheitserziehung mittelfristig an allen Tiroler Schulen zu etablieren."

Dabei war es am Anfang für das Professorenehepaar Gundolf gar nicht so einfach. Mag. Irmi Gundolf erinnert sich: "Es fehlten uns zum Start des Projektes einfach Mittel für Unterrichtsmaterialien. In ersten Gesprächen mit Ärztekammer und Apothekerkammer zeigte man sich zwar höflich interessiert aber nicht geneigt, uns zu unterstützen. Und von der Schulverwaltung waren sowieso keine Mittel zu erhalten. Erst die spontane Unterstützung der Carl Hochstöger Gedächtnisstiftung und der Firma Gebro in Fieberbrunn brachten den notwendigen wirtschaftlichen Durchbruch." Und Professor Rudolf Gundolf weiter in der Historie. "Mit Unterstützung des Direktors Mag. Günther Lechner starteten wir ein fächer- bzw. jahrgangsübergreifendes Projekt zum Thema Gesundheitsprophylaxe. Beteiligt sind die Wahlpflichtgruppen Biologie der 6. Klassen und Psychologie/Philosophie der 7. Klassen. Im Laufe des Semesters wurden die Schüler mit der Erstellung eines Gesundheitskompendiums betraut. In Eigenregie machten sie sich die Schüler an die Arbeit. Durch unzählige Interviews mit Ärzten und Apothekern, Internetrecherche und Literaturstudium ist ein Werk entstanden, das mit seinen 140 Seiten und unzähligen Originallinks das umfangreichste seiner Art ist. Das Kompendium findet man ab sofort unter der Adresse www.bg-stjohann.tsn.at im Netz."

Im Laufe des Unterrichts wurde aber noch eine zweite Idee geboren. Ein Aktionstag für Gesundheitsvorsorge für die Bevölkerung sollte von den Schülern veranstaltet werden. Mag. Richard Gundolf: "Wir wollten damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens sollten die Schüler ihr erworbenes Wissen auch in der Praxis umsetzen und zweitens sollte die Bevölkerung durch die Schüler zu Gesundheitsvorsorge-Maßnahmen animiert werden."

Mittlerweile ist auch die Politik auf das St. Johann Projekt aufmerksam geworden. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer zeigte sich in einem Gespräch mit der Carl Hochstöger Gedächtnisstiftung höchst interessiert und der Tiroler Landesrat für das Schulwesen Mag. Sebastian Mitterer betonte in einer Pressekonferenz am 24. März in Innsbruck: "Ich bin hoch erfreut über diese wertvolle Initiative, die ein kleines Team am BG St. Johann ergriffen hat. Ich beglückwünsche alle Beteiligten zu dieser beispielhaften Aktion." Der Direktor des BG St. Johann, Mag. Günther Lechner, in seinem Statement: " Ich glaube, dass die Einbeziehung von Gesundheitserziehung in die Ausbildung an einer Allgemeinbildenden Höheren Schule ganz wesentlich ist und immer wichtiger werden wird. Dass wir mit unseren Überlegungen richtig liegen, beweist auch der Umstand, dass die Schüler unserer Anstalt mit beachtlichem Eifer an das Pilotprojekt herangingen."

Am 27. März veranstalteten dann die Schüler gemeinsam mit Ärzten , Apothekern und Rotem Kreuz einen Aktionstag Gesundheitsvorsorge für die Bevölkerung. Der Schülervertreter Florian Lettner erläutert: "Der Gesundheitsunterricht hat sich für uns Schüler zum einem wirklich spannenden Thema entwickelt. Weil wir jetzt verstehen, warum Experten in den Medien von Diabetes-Epidemie sprechen. Weil wir jetzt erstmals verstehen, warum in Österreich jährlich 40.000 Menschen an Herz- und Kreislauferkrankungen sterben müssen. Weil wir jetzt verstehen, dass 1,5 Millionen Österreicher von Bluthochdruck betroffen sind und nicht einmal die Hälfte davon das auch wirklich weiß. Wir wissen jetzt, dass es auf diese erschreckenden Zahlen nur eine Antwort gibt: Gesundheitsvorsorge. Daher sind wir dankbar, dass man uns die Gelegenheit gibt, dass wir an diesem Aktionstag der Bevölkerung unser neues Wissen demonstrieren dürfen. Wir hoffen, dass wir damit ein bisschen zur Verbreitung des Gesundheitsvorsorgegedankens in der Bevölkerung beitragen können."

Auf 15 verschiedenen Stationen wurden verschiedene Untersuchungen zur Primärprophylaxe angeboten, von Cholesterin- und Blutzuckerbestimmung über CO-Messung in der Atemluft von Rauchern, Sehtests, Bauchumfangmessung als Beitrag zur Verhinderung der Fettkrankheit, Lungenfunktionsmessung und vieles mehr.

Der Tiroler Landessanitätsdirektor Hofrat Dr. Christoph Neuner zeigte sich in seiner Eröffnungsansprache über die Schulinitiative auch aus gesundheitspolitischer Sicht erfreut: "Es ist beeindruckend wie hier schulische und externe Organisationen - hier danke ich vor allem der Carl Hochstöger Gedächtnisstiftung - gemeinsam ein so wichtiges Gesundheitsvorsorgeprojekt auf die Beine stellten. Es ist zu hoffen, dass dieses Beispiel Tirol weit Schule macht."

Auch der extra angereiste Präsident des Österreichischen Lipidforums, Univ. Doz. Dr. Harald Kritz war voll des Lobes: "Ein Gesundheitstag der Spitzenklasse: Die Überzeugung der Jugendlichen, Gesundheit ernst zu nehmen, geht auf die Erwachsenen über. Eine sensationelles Experiment als Lösungsmodell für dringend notwendige effiziente Präventionsmaßnahmen Wir sollten von den Jugendlichen lernen, wie man Präventionsprogramme besser machen kann. Eine 12- Jährige misst bei einem Übergewichtigen 120 cm Bauchumfang, lächelt ihn an und meint mit nicht zu überbietender ehrlicher Überzeugung: Ja, da sollten Sie was dagegen machen. Es ist ganz einfach. Recht hat Sie, nur wir Mediziner können das nie so rüberbringen. Lassen wir die Jugend die Zukunft unseres desolaten Gesundheitssystems mitgestalten. Dann brauchen wir uns um die Finanzierbarkeit keine Sorgen mehr zu machen. "

Und Mag. Martin Hochstöger ressumierend: "Wir hoffen, mit unserem Engagement auch der Gesundheits- und Schulpolitik einen Denkanstoß gegeben zu haben, den Gedanken, der von St. Johann seinen Ausgang genommen hat jetzt auch Tirol weit zu forcieren. Die Carl Hochstöger Gedächtnisstiftung wird jedenfalls dieses und ähnliche Projekte auch weiterhin unterstützen."

 

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